Der Nutzen von Netzwerken

Der Nutzen von Netzwerken

Gemeinsam ist, trotz der Vielfalt aller Netzwerke, der Grundgedanke: Die Kooperation ermöglicht die Realisierung von Maßnahmen, die der einzelne Netzwerkpartner vom Arbeitsumfang, der Komplexität und auch von der Finanzierung nicht erbringen könnte. Zusätzlicher Vorteil: Der Netzwerkpartner delegiert quasi diese Arbeiten an das Netzwerk, steuert sie zugleich mit seiner Mitwirkung und erhält über die Kostenumlage aller Netzwerkpartner den Vorteil, die Vielzahl dieser Maßnahmen auch finanzieren zu können. Weil – auf die simple Formel gebracht – der Gemeinschaftsgedanke nach wie vor im mittelständischen Bereich greift. Ernst genommen und konsequent umgesetzt.

Netzwerke folgen immer einem großen Entwurf, bedeuten aber tägliche Kleinarbeit und müssen mühselig und konstant auf- und ausgebaut werden. Auch in diesem Bereich des Netzwerkens – das Netzwerken als eigene Disziplin – zeigt sich eine immanente Kraft, die beeindruckend für die Stabilisierung des Netzwerkes sorgt. Ähnlich wie sich ein Baum in immer kleinere Zweige unterteilt, bis er zu einer dichten Baumkrone auswächst, sorgt das Empfehlungsmarketing – einmal in Gang gesetzt – innerhalb der Gruppe dafür, dass das Netzwerk sich in die Zielmärkte hinein arbeitet - mit einer beeindruckenden Dynamik. AFM konnte dazu beitragen, dass die auf kleinster Ebene gegründeten Verbundgruppen nach 10-15 Jahren ein Volumen von bis zu 350 Partnern aufweisen. Selbst finanziert in Kooperation mit den Herstellern, bodenständig und trotzdem überregional aktiv, höchst widerstandsfähig gegen Krisen und von langjähriger Lebensdauer.

Der Markencharakter von Netzwerken

Der AFM Verlag konnte in der Begleitung und in der Mitarbeit beim Aus- und Aufbau von Netzwerken in der langjährigen Zusammenarbeit erleben, welchen starken Einfluss die Markenbildung eines Netzwerkes auf Zielgruppen, Zielmärkte und auf die Bindungskraft der Netzwerkpartner ausübt.

Die Komplexität der verschiedenen Maßnahmen wird in einem Netzwerk durch die Markenbildung auf einen kommunizierbaren, für alle verständlichen Nenner gebracht. Für Kunden, Mitarbeiter, die Netzwerkpartner im Bereich der Unternehmungen, der Planungen, der Handwerker, der Gewerke und für den öffentlichen Bereich.

Marken strahlen Kompetenz aus, bieten Gewissheit und Orientierungshilfen im Informationstrommelfeuer. Sie steigern die Attraktivität für zu gewinnende Mitglieder, sind sehr nützlich bei der Verhandlung von Finanzierungsmaßnahmen - um die es im Netzwerken immer geht - und steigern die Wertigkeit des Netzwerkpartners. Dies strahlt auf die Kompetenz und Wertigkeit der einzelnen Mitglieder aus.

Jedes der von AFM begleiteten Netzwerke kann diesen Prozess der Aufwertung des Einzelnen dokumentieren und den Nutzen für jedes einzelne Mitglied belegen.

Selbst Netzwerkmarken mit Leuchtturmcharakter wie Raiffeisen, Edeka und sogar die Champions League folgen dem gleichen Prinzip. Gemeinsam sind wir stärker als jeder Einzelne. Gemeinsam erarbeiten wir eine höhere Wertschöpfung als jeder Einzelne. Gemeinsam werden wir in allen Bereichen, die für den Erfolg wichtig sind, in einer anderen Dimension wahrgenommen, als jeder Einzelne.

Die Champions League als besonders strahlende und aktuelle Marke zeigt auf, wie es in relativ kurzer Zeit gelungen ist, aus einer Gruppe rivalisierender, betulicher und nationaler Fußballsportverbände eine Qualität zu entwickeln, die in ihrer Strahlkraft ein Vielfaches an PR-Wirkung und finanzieller Zuwendung durch die finanzierenden Sponsoren und den Aufbau nationaler Vereinsmarken ermöglicht hat. Die treibenden Netzwerkpartner der Champions League bauten auf der Schubkraft der Sponsorengelder auf, die durch die Fernsehübertragung erzeugt wurden. Aus der bis zur Gründung der Champions League bescheidenen Wertschöpfung des Europapokals der Landesmeister etablierten sie 1992 ein Netzwerk im Premiumbereich. Die Attraktivität, die Finanzstärke und das Image führten dazu, dass in mehr als 10 Weltregionen bzw. Sportdisziplinen die Struktur, Arbeitsweise und die Wertschöpfung der Champions League reproduziert wurde. Das Ergebnis: Eine Mehrwerterhöhung im Milliarden € Bereich. Und das obwohl seit Gründung der Champions League nicht mehr als 10 Jahre vergangen sind. Mit der Erkenntnis der Multiplikationskraft des Fernsehens wurde aus der bescheidenen Wertschöpfung des Europapokals der Landesmeister 1992 aus treibenden Netzwerkmitgliedern ein Netzwerk im Premiumbereich etabliert, dessen Bekanntheitsgrad dazu führte, dass sich in mehr als 10 Weltregionen bzw. Sportdisziplinen Reproduktionen gebildet haben, die weltweit für mehrere Milliarden Umsatz gerade stehen. Den Gründern gelang mehr, als nur auf den Megatrend TV-Vermarktung aufzusetzen. Der Höhenflug wurde durch die strikte Umsetzung der Disziplinen ermöglicht, die auch in kleinen und mittleren Netzwerken den Erfolg mit sich bringen: Ein systematisches Marketing, Einkaufsoptimierung bei den Fernsehanstalten, Wissenstransfer von den führenden Fußballclubs zu den mittleren und kleinen und kontinuierliches Netzwerken. Mehr noch: Durch eine straffe Organisation, ein systematisches und geordnetes Regelwerk und durch die Disziplinierung ihrer Länderpartner haben sie die Grundlage für einen unglaublichen Erfolg gelegt.

Was im Großen machbar ist, lässt sich erst recht im Kleinen verwirklichen. Denn Netzwerke sind Multiplikationen von Erfolg, sie grenzen das Risiko weitestgehend ein, sie sind ohne große Umstände realisierbar, zäh und langlebig.

Die vielen Beispiele sollen Mut machen, Vorbild sein und beflügeln, dass auch Bereiche netzwerkfähig sind, die bisher terra incognita waren, wie z.B. die Netzwerkbildung von Architekten, Ingenieuren und Handwerkern. Warum soll das nicht gelingen, was Landwirten vor 150 Jahren in Niedersachsen gelungen ist. Gehen wir es an, organisieren wir diese Netzwerke und legen los.