MercatorPark

Verbundgruppe MercatorPark

Temporäres Netzwerk für den Aufbau einer Verbundgruppe zur kommerziellen Anwendung der Satellitennavigation Galileo.

BUSINESS PLACE FOR AEROSPACE - COMMUNICATION -NAVIGATION - GEOINFORMATION - TELEMATICS

Nahezu zeitgleich mit der Jahrtausendwende zeigt sich, dass das amerikanische Satellitennavigationssystem GPS nicht das einzig weltweit verbreitete Satellitennavigationssystem bleiben wird. Es gab deutlich wahrzunehmende politische Bestrebungen sowohl von Seiten Chinas wie auch den Restrepubliken der früheren sowjetischen Union ein paralleles System zu GPS aufzubauen.

Wo blieben die Europäer?

Wo lagen die Chancen der kommerziellen Nutzung der Satellitennavigation im Bereich der Navigation, Kommunikation und der Geoinformation?

Klar war, dass die europäische Politik mit den politischen Stellungen gleichziehen musste. Insbesondere waren Politik und  Unternehmen von den Chancen zur kommerziellen Nutzung der Navigationsanwendungen beeindruckt. Spekuliert wurde, dass man für die kommerzielle Nutzung des Satellitennavigationssystems mit einem Zuwachs von 100.000 Arbeitsplätzen rechnen konnte. Allerdings gestützt auf die Nutzung des GPS-Systems. 

AFM erkannte die Chancen für die kommerzielle Umsetzung und gründete die ARGE MercatorPark in Kooperation mit dem Initiator Wolf Hiller. In der Anfangsphase hatte die Arbeitsgemeinschaft das Ziel in einer Serie von Konferenzen die Hochtechnologieunternehmen, die Politik, die Anwender und die Forschung in einem ersten Schritt zu einem tragfähigen Netzwerk zu etablieren. In einer Serie von Journalveröffentlichungen, über eine Internetplattform und das Anwederzentrum war es das Ziel einen Prozess zu initiieren, der Industrie, Forschung und Anwender zusammenführt, so dass über innovative Ideen neue Geschäftsfelder entstehen - über den nationalen Raum hinaus insbesondere eine Weiterentwicklung im europäischen Raum zu ermöglichen.

Den Maßnahmen wurden vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie eine hohe Bedeutung zugemessen und mit einem ordentlichen Förderzuschuss bedacht.

In fünf Konferenzen, die von MercatorPark, also vom Projektentwickler und Geschäftsführer Wolf Hiller  in Kooperation mit dem AFM Verlag, entwickelt und durchgeführt wurden, gelang es jeweils bis zu 400 Teilnehmer zu koordinieren, politische, wirtschaftliche und anwendungsorientierte Zielsetzungen zu formulieren und den politischen Anspruch bei der Politik geltend zu machen. Der Durchbruch gelang schließlich über den Beschluss der europäischen Verkehrsministerkonferenz im Februar 1999 das Satellitennavigationssystem Galileo zu entwickeln. Für die Entwicklungsphase wurde ein Budget von 1,8 Milliarden und für den Aufbau weitere 3,4 Milliarden Euro im Laufe der Projektentwicklung veranschlagt. Inzwischen wurde das Projekt neu ausgeschrieben und drei von sechs wesentlichen Aufträgen vergeben, wobei 14 Satelliten bei der deutschen OHB System AG bestellt wurden. Der erste Start der Satelliten ist für Oktober 2012 vorgesehen.

Im nächsten Schritt will die europäische Kommission einen genauen Zeitplan für die Einführung der verschiedenen Galileodienste festlegen: Der offene und der öffentlich regulierte Dienst sowie der Such- und Rettungsdienst werden ab Anfang 2014 angeboten. Der sicherheitskritische Dienst und der kommerzielle Dienst sollen ab 2014 getestet, aber  dann erst bereitgestellt werden, wenn Galileo mit 30 Satelliten seine volle Funktionsfähigkeit erreicht. 

Parallel dazu versuchen deutsche Firmen die Produkte zur Anwendungsoptimierung zu entwickeln.

Im Anwendungszentrum Oberpfaffenhofen konzentrieren sich im ESA Business Incubation Center (BIC) 40 Unternehmensgründungen mit dem Ziel Ideen- und Anwendungsmöglichkeiten zur Marktreife zu bringen.

Das Ziel von MercatorPark in der Koordination von technologischen, deutschen und internationalen Marktführern, in Kombination mit Mittelständlern und Inkubatoren, die politische Willensbildung zu beschleunigen ist erfolgreich. Die Umsetzung in marktfähige Anwendungen steht vor ihrer Bewährungsprobe.

Ein Anwender-Innovationszentrum und ein visueller Marktplatz für Gesellschaften und Organisationen rund um Kommunikation, Satellitennavigation, Geoinformation und Querschnittstechnologien. Bie verschiedenen Events suchern Inkubatoren und Anwender nach den Möglichkeiten im Markt.

Durch das internationale Netzwerk Mercatorpark wurden grenzübergreifende Kontakte und Geschäftsentwicklungen ermöglicht.

Mit einem monatlich erscheinenden, mehrsprachigen Newsletter wurden weltweit mehr als 15.000 ausgewählte Abonnenten in den Bereichen Industrie, Handel, Wissenschaft, Regierungsinstitutionen, Politik und der Medienwelt erreicht.

Die Weiterentwicklung der Märkte wird zeigen, ob die erfolgreich eingeleitete Startphase in eine wirtschaftliche Nutzung münden kann.

Das Portal von Mercatorpark:

Die Weiterentwicklung aus dem Portal, das Anwendungszentrum in Oberpfaffenhofen:

 
 

 

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