Wir tragen dazu bei, die größte Ertragsquelle im Mittelstand zu erschließen:
Regional handeln; überregional vernetzen. In Form von Verbundgruppen

Strategische Allianzen gewinnen im Handel immer größere Bedeutung. Kooperative Unternehmensnetzwerke sind sowohl im B 2 B-Bereich als auch im B 2 C-Bereich die am stärksten wachsende unternehmerische Organisationsform. "Gerade in Zeiten dynamischer und sich ständig ändernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gehört exzellenten kooperativen Unternehmensnetzwerken die Zukunft" (G. Bovensiepen - PricewaterhouseCoopers).

"Vor dem Hintergrund eines immer härter werdenden Wettbewerbs unter den Konsumgüterherstellern und zwischen den Handelsformaten ist das Bündeln von Einkaufsvolumina, Systemen und Vertriebskanälen eine notwendige Vorraussetzungen für den Erfolg der Verbundgruppen" (H. Ewig - PricewaterhouseCoopers).

Verbundgruppen - die Kooperation von Herstellern, Handel, Projektentwicklern und Planern - als Paradebeispiele unter Netzwerken, haben einen hohen Stellenwert in der deutschen Unternehmenslandschaft. Über 420 Kooperationen, die im Zentralverband gewerblicher Verbundgruppen (ZGV) zusammen gefasst sind, erzielen einen Umsatz von über 160 Milliarden Euro. Der ZGV als Dachorganisation von Verbundgruppen verzeichnet 220 Anschlusshäuser mit ca. 2,4 Millionen Beschäftigten.

Verbundgruppen sind mehr als nur Kooperationen. Verbundgruppen zeichnet eine ganz besondere Qualität im Netzwerken aus. Sie folgen nahezu ausnahmslos so genannten Systemstrategien:

  • Bündelung von Einkaufsvolumina
  • Marketing
  • Absatzsysteme
  • Erschließung zusätzlicher Vertriebskanäle
  • Wissenstransfer (Netzwerken zwischen den Partnern)
  • Optimierung internetorientierter Geschäftsprozesse:
    • Datenbank zur Optimierung crossmedialer Produktionsprozesse
    • Produktdatenbank zur Optimierung von Bestell-, Einkaufs- und Planungsprozessen
    • Lösungsapplikationsdatenbank zur Darstellung von Fallbeispielen und Best Practice Lösungen

Diese Maßnahmen werden nicht von jedem Verbundmitglied einzeln für sich entwickelt, sondern zentral mit einer hohen Reproduktionsfähigkeit innerhalb der Verbundgruppe, lokal einsetzbar und überregional vernetzbar.

Verbundfreies Vorgehen ist dadurch gekennzeichnet, dass jeder für sich kämpft. Hersteller, Händler, Vermarkter, Handwerker und Planer.

Das Verbundgruppenmarketing ersetzt dieses überholte Denken und Vorgehen durch ein Systemdenken und -handeln. Die Unternehmensdarstellung, als ein Beispiel von vielen, ist so aufgebaut, dass sie über die Einbindung von Fallbeispielen und Herstellerprodukten von jedem Gruppenmitglied genutzt und individualisiert werden kann.

Eines der bekanntesten Symbole dieses Systemvorgehens ist die Raiffeisen-Organisation. Raiffeisen, der Initiator dieses vielfach unterschätzten Großunternehmens, hatte vor ca. 150 Jahren die Idee durch den Einsatz eines effizienteren Saatgutes Landwirten eine bessere Existenzgrundlage zu ermöglichen: Durch den Zusammenschluss von vielen Landwirten konnte ertragreicheres Saatgut preiswert eingekauft werden. Die dadurch erzielten Mehrerlöse konnten als Kredit zu günstigen Konditionen an weitere Landwirte verliehen werden. Durch den Wissenstransfer für den Einsatz dieses effizienteren Provisionsmittels konnten weitere Landwirte für das Netzwerk gewonnen werden: Eine klassische Win-Win Situation. Erfolg für alle und die Gründung einer ungemein erfolgreichen Unternehmensorganisation.