Einkauf
Vom Einkaufspooling bis hin zum Beschaffungs-Verbund

Mitglieder von Verbundgruppen sind wirtschaftlich stabiler als Unternehmen, die keiner Kooperation angehören. Dies bestätigt eine Studie des Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung der Universität Münster in Kooperation mit der Kreditreform Rating AG und dem Zentralverband gewerblicher Verbundgruppen (ZGV). Deutsche Banken erkennen die Verbundgruppenzugehörigkeit zunehmend als zusätzlichen Bonitätsfaktor an. Vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise nehmen diese Fakten eine besondere Bedeutung ein.

Besondere Kraft zeigt die Verbundgruppenzugehörigkeit in der Koordination des Einkaufs. Es muss nicht immer um die Integration von Warenwirtschaftssystemen, die den Warenverkehr zwischen Herstellern und Händlern kennzeichnen, gehen. Die Mehrzahl der Verbundgruppen ist mit einer Einkaufsgemeinschaft als Priorität definiert. Sie koordinieren Einkauf und Beschaffung, stellen den Partnerbetrieben speziell entwickelte Informationssysteme zur Verfügung und erzielen Erlösverbesserungen in der Verhandlung mit den Herstellern. Davon profitieren auch Verbundgruppen, deren Erfolg bei den Zielgruppen nicht durch die Beziehung zwischen Herstellern und Händlern definiert ist. Verbundgruppen funktionieren auch als Netzwerke, die den Einsatz von Herstellerprodukten über Planungen von Architekten und Ingenieuren bestimmen, z.B. im Bereich der Lichtplanung oder über Planungen von Ingenieuren auch im Bereich Abwasserentsorgung oder im Bereich energetisch effiziente Bauten.

Finanzdienstleistungen runden die Koordination des Einkaufes ab: Die im ZGV zusammengefassten Verbundgruppen weisen eine Vielzahl von Problemlösungen aus, die dem einzelnen Mitglied hochwertigen Nutzen bieten: Spezialfinanzierung über Leasingprodukte, Kartenzahlungsverkehr, Unternehmens-, Steuer- und Wirtschaftsberatung sowie umfangreiche Seminarprogramme für interessierte Partner.

Hoch entwickelte Verbundgruppen mit der strategischen Ausrichtung auf Hersteller im Verbund mit Handel bieten weitere Ausbaumöglichkeiten des systemorganisierten Einkaufs:

  • Zentralregulierung
  • Zentraleinkauf
  • Supply Chain Management