Stadtwerke

Frischer Wind in und um die Stadtwerke herum. Schritt für Schritt gelingt es Stadtwerken zunehmend, sich aus dem Schwitzkasten der Strom- und Energiegroßkonzerne zu befreien. Die Liberalisierung des Strom- und Energiemarktes, die Megatrends beim Verbraucher und in der Politik hin zur ökologischen Energienutzung und sicherlich auch der Wille in den Kommunen zur Selbstbestimmung zurück zu kehren, haben diese Bewegung nachhaltig unterstützt. Die Dynamik dieser konsequenten Vorwärtsbewegung findet Ausdruck in sich neu bildenden Netzwerken: Der Rekommunalisierung von Stadtwerken. 

Dieses Vorgehen bietet viele Vorteile: 

  • Wiederbelebung unternehmerischen Denkens in den Stadtwerken selbst
  • Rückbesinnung auf die Unabhängigkeit von Kommunen und Stadtwerken in der Abnabelung von Großkonzernen
  • Bürgerorientierung
  • Entwicklung von bürgernahen, ökologischen und nachhaltigen Produkten im Leistungsangebot
  • Die breite Unterstützung durch die Bevölkerung
  • Entwicklung neuer Kooperationsstrukturen mit starkem unternehmerischen Impuls
  • Synergien durch die Netzwerkorganisation in den Bereichen Marketing, Einkauf, Wertschöpfungen durch den Zusammenschluss, Wissenstransfer und Kooperationsinitiativen

Benchmark sind Unternehmen wie Badenova. Schon früh bekannt geworden durch eine eindeutige Bevorzugung des ökologischen Ansatzes - unter anderem durch das Solarstadion des Freiburger SCs - gelang es der Badenova mit dem kommunalen Konsortium Integra/KOM9 von EON ein bestehendes Netzwerk bundesweiter kommunaler Energieversorger zwischen Nordsee und Hochrhein zurück zu kaufen und über die Rolle der Badenova als ökologischer Vorreiter verstärkt auszubauen.

Dieser Rückkauf hat wegweisenden Charakter:

  • Vorbild für eine Kooperation der Interessen und Bedürfnisse der regionalen Energiewirtschaft
  • Vermeidung von Zielkonflikten mit Konzernen
  • Ausbau der Vorreiterrolle kommunal verfasster Stadtwerke und Regionalversorger als eigentliche Pioniere und Treiber der ökologischen Ausrichung

Vorstandsvorsitzender Dr. Thorsten Radensleben: Die Thüga ist der Meilenstein für die Kommunalwirtschaft und für die ökologische Energiewende. Kooperationen gelten heutzutage in der Energiewirtschaft als die beste Strategie, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Thüga-Netzwerk ist bereits eine solche Kooperation, sehr erfolgreich, mit funktionierenden Regeln, mit erprobten Feldern der Zusammenarbeit und einem leistungsfähigen Marktmanagement.

Der Thüga-Rückkauf hat nicht nur die Politik begeistert. Auch in der Bevölkerung ist große Unterstützung und Zustimmung zu spüren. Noch mehr als bisher garantiert die neue Thüga die regionale Wertschöpfung und den Rückfluss der Gewinne in die Region. Die Bevölkerung sieht aber auch vor allem die ökologische Perspektive der neuen Thüga. Vorstandsvorsitzender Dr. Thorsten Radensleben sieht für "Badenova die Ermunterung, den von uns eingeschlagenen ökologischen Kurs zu einer Energiewende für alle, auch im Verbund der neuen Thüga voran zu treiben."

Es gilt, aus der Fülle der Möglichkeiten solcher Kooperationen die richtige Strategie für das jeweilige Netzwerk zu ziehen. Fest steht: Das Potential zur Vernetzung von kommunalen Stadtwerken ist hoch. Der Rückkauf der Thüga ist ein Weg. Es gibt aber weitere regional durchaus erfolgreiche Netzwerke, wie z.B. die Kommunalpartnerbeteiligungsgesellschaft mbh & Co KG Friedrichshafen, die Benchmark für kleinere Netzwerke sein kann. Mit einer Vielzahl von Chancen für strukturierte Netzwerkaktivitäten sowie unternehmerischem Mehrwert mit der Bevorzugung ökologischer und nachhaltiger Stadtwerkpolitik gleichzeitig zu verwirklichen.